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Erkältung oder COVID? Die wichtigsten Unterschiede

2 min

Im Herbst/Winter oder bei Infektionswellen ist es schwer, Erkältungs- und COVID-19-Symptome zu unterscheiden. Beide Virusinfektionen ähneln sich, doch wichtige Unterschiede helfen bei der Einschätzung.

Was ist eine Erkältung?

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, wird in der Regel durch Rhinoviren oder andere Erkältungsviren verursacht. Sie ist eine milde Erkrankung der oberen Atemwege und heilt meist innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche von selbst aus.

Was ist COVID-19?

COVID-19 wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht und kann ein breiteres Spektrum an Symptomen und unterschiedliche Schweregrade aufweisen – von asymptomatisch bis zu schweren Verläufen mit Lungenentzündung.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zusammen:

Merkmal Erkältung (Grippaler Infekt) COVID-19 (SARS-CoV-2)
Erreger Rhinoviren, andere Erkältungsviren SARS-CoV-2
Beginn der Symptome Langsam, schleichend Plötzlich oder schnell einsetzend
Fieber Selten oder leicht Häufig, kann höher sein
Husten Oft produktiv (mit Schleim) oder trocken Häufig trocken, kann schwerwiegend sein
Müdigkeit / Abgeschlagenheit Leicht bis moderat Häufig, kann stark ausgeprägt sein
Glieder- / Muskelschmerzen Gelegentlich leicht Häufig, kann stark ausgeprägt sein
Halsschmerzen Häufig Häufig
Schnupfen / Niesen Häufig Häufig, aber weniger dominierend als bei Erkältung
Verlust von Geruchs- / Geschmackssinn Sehr selten Häufig, oft plötzlich und ausgeprägt
Kurzatmigkeit Nein Gelegentlich, Hinweis auf schweren Verlauf
Durchfall / Übelkeit Nein Gelegentlich

Wann ist ein COVID-19-Test sinnvoll?

Angesichts der Überschneidungen der Symptome kann es schwierig sein, ohne Test eine sichere Unterscheidung zu treffen. Ein Test ist insbesondere in folgenden Situationen sinnvoll:

  • Bei typischen COVID-19-Symptomen:
    Wenn Sie Fieber, starken Husten, plötzlichen Geruchs- oder Geschmacksverlust oder Atembeschwerden haben.
  • Bei Kontakt zu einer positiv getesteten Person:
    Auch wenn die Symptome mild sind oder einer Erkältung ähneln.
  • Vor dem Kontakt mit Risikogruppen:
    Wenn Sie Personen treffen, die ein höheres Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben (ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen).
  • Wenn Sie sich unsicher fühlen:
    Um Klarheit zu schaffen und sich selbst sowie andere zu schützen.
  • Bei behördlichen oder arbeitsplatzbezogenen Vorgaben:
    Entsprechend den aktuellen Empfehlungen von Gesundheitsämtern oder Arbeitgebern.

Long-COVID: Symptome, Erkennung und Handlungsempfehlungen

Long-COVID beschreibt eine Vielzahl von Symptomen, die Wochen oder Monate nach einer COVID-19-Infektion bestehen bleiben oder neu auftreten, selbst wenn die akute Infektion überwunden ist. Die Symptome können stark variieren und betreffen unterschiedliche Organsysteme.

Wie erkennt man Long-COVID?

Die Erkennung von Long-COVID ist aufgrund der vielfältigen und unspezifischen Symptome oft eine Herausforderung. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue):
    Oft über Wochen oder Monate hinweg, die auch nach Ruhe nicht verschwindet.
  • Atembeschwerden:
    Kurzatmigkeit, Husten oder Engegefühl in der Brust.
  • Neurologische Symptome:
    Konzentrationsschwierigkeiten ("Gehirnnebel"), Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel oder Nervenschmerzen.
  • Herz-Kreislauf-Probleme:
    Herzrasen, Brustschmerzen oder Blutdruckschwankungen.
  • Muskel- und Gelenkschmerzen:
    Unerklärliche Schmerzen im Körper.
  • Psychische Symptome:
    Angstzustände, Depressionen oder Schlafstörungen.
  • Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn:
    Auch nach der akuten Phase.

Was kann man tun?

Wenn du den Verdacht hast, an Long-COVID zu leiden, ist es wichtig, folgende Schritte zu unternehmen:

  1. Arztbesuch:
    Suche umgehend deinen Hausarzt auf. Er kann eine erste Einschätzung vornehmen, andere Ursachen für die Symptome ausschließen und gegebenenfalls weitere Fachärzte (Pneumologen, Kardiologen, Neurologen) hinzuziehen.
  2. Symptomtagebuch:
    Führe ein detailliertes Tagebuch über deine Symptome, deren Intensität, Dauer und mögliche Auslöser. Das hilft dem Arzt bei der Diagnose und der Planung der Behandlung.
  3. Multimodale Therapieansätze:Die Behandlung von Long-COVID erfordert oft einen interdisziplinären Ansatz. Dazu können gehören:
    • Physiotherapie: Zur Verbesserung der Atemfunktion und körperlichen Belastbarkeit.
    • Ergotherapie: Für Strategien im Umgang mit Fatigue und kognitiven Einschränkungen.
    • Psychotherapie: Zur Bewältigung psychischer Belastungen wie Angst und Depression.
    • Medikamentöse Behandlung: Gezielte Therapie einzelner Symptome (z.B. Schmerzmittel, Schlafmittel).
  4. Angepasste Aktivität:
    Vermeide Überanstrengung und finde ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe. Das sogenannte "Pacing" kann helfen, Energie zu managen und Rückfälle zu vermeiden.
  5. Gesunder Lebensstil:
    Eine ausgewogene Ernährung, ausreichender Schlaf und der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum unterstützen den Heilungsprozess.
  6. Austausch und Unterstützung:
    Der Kontakt zu anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann emotional entlasten und wertvolle Tipps geben.

Die Erforschung von Long-COVID ist noch im Gange. Mit einer frühzeitigen Diagnose und einem auf deine Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungsplan können die Symptome jedoch oft gelindert und die Lebensqualität verbessert werden.

KassenKompass empfiehlt dir:

Bleiben Sie bei Krankheitssymptomen, die über eine leichte Erkältung hinausgehen, vorsorglich zu Hause, um eine mögliche Verbreitung von Infektionen zu vermeiden. Achten Sie auf eine gute Handhygiene und Lüften Sie regelmäßig. Bei schweren Symptomen oder Unsicherheit suchen Sie ärztlichen Rat.

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